Kamerun

Wissenswertes über Land und Leute...

Nach dem Heimgang von Jean Banyolak hat die Gruppe im Norden des Landes die Arbeit übernommen und versucht, sie auszubreiten. Elias Gondji, der Leiter von FLM und Abgeordneter in der Nationalversammlung, war letztes Jahr kurz zu einem Besuch in Kehl. Es war gut, ihn zu sehen und einiges zu besprechen.

2005 war ein gutes Jahr für FLM-Kamerun, auch die letzten Monate waren sehr voll mit Terminen. Anfang November leiteten Clémence Gondji (die Frau des Leiters) und Rachel Tchao ein Frauenseminar. Eine Woche lang sprachen sie über das Eheleben - hauptsächlich die Rolle der Frau, die Unterordnung und die Gründe der wachsenden Polygamie unter Christen beschäftigten die Teilnehmerinnen. Die Woche endete mit einem fröhlichen Gottesdienst am Sonntag, an dem Clémence Gondji über Matthäus 7,1-11 (den Richtgeist) predigte. Anschließend konnten die Frauen sich über das Gelernte austauschen.

Elias Gondji und Jean Tchao wollen den Süden des Landes besuchen, um ein Basisseminar für ganz Kamerun zu organisieren. Zur Planung trafen sie sich in Yaounde mit Dr. Emmanuel Njock (einem ehemaligen Schüler von Walter Trobisch) und den Verantwortlichen verschiedener Kirchen. Bei diesem Treffen wurde deutlich, wie dringend nötig ein Seminar ist, aber auch wie schwierig es sein wird, das Projekt zu verwirklichen, weil solche Seminare sehr teuer sind. Der Kostenfaktor ist für die interessierten Paare eine große Hürde, und viele werden es sich nicht leisten können, daran teilzunehmen. Sie beten um eine Lösung.

FLM-Kamerun bietet auch Beratung an. Viele Paare suchen bei FLM Hilfe. Allein im November kamen sieben neue Paare. Zwei davon brauchen besonders Unterstützung im Gebet, weil die Ehemänner nicht bereit sind, ihr Vorhaben, eine 2. Frau zu heiraten, aufzugeben.

 

 

 

 

 

 

Leiter der Gruppe:

Mr et Mme Elsias und Clemence Gondji

B. P. 06

Maroua

Cameroun

Afrique

 

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Kamerun - was Sie Wissen sollten

Kamerun liegt in Zentralafrika und grenzt an Nigeria, den Tschad, die Zentralafrikanische Republik, die Republik Kongo, Gabun und Äquatorialguinea.


Flagge von Kamerun

 

Geografie
Das Landesinnere besteht vorwiegend aus flachen Plateaus, die sich nach Norden zum Adamawa-Hochland erheben und dann allmählich wieder zur Niederung des Tschadsees im äußersten Norden abfallen. Der Westen ist von vulkanischem Gebirge bestimmt, das in Küstennähe vom aktiven Vulkan und von der höchsten Erhebung Westafrikas, dem Kamerunberg, überragt wird. Die südlichen Plateaus sind mit Regenwald bedeckt und senken sich zu breiten Ebenen in der Küstengegend ab.
Das Klima ist tropisch mit niederschlagsreichen Regenperioden und hohen Temperaturen, die in den Höhenlagen gemildert sind. Im Norden des Landes, beim Tschadsee, ist das Klima trocken. Das tropische Klima insgesamt lässt eine Unterteilung in drei regionale Klimazonen zu. Im Norden des Landes ist es wechselfeucht mit einer Trockenzeit von Oktober bis April.

 

Das sich nach Süden anschließende innere Hochland (1.000 bis 1.500 m über dem Meer) erreicht durchschnittlich 22 °C im Jahr. Hier vollzieht sich der Wechsel von den Savannen des Nordens zum Regenwald des Südens. Das Westkameruner Bergland weist konstante Niederschläge auf. Die Gegend an den südlichen Ausläufen des Kamerunbergs hat durchschnittliche Niederschlagsmengen von 11.000 mm und gehört deswegen zu den regenreichsten Gebieten der Welt. Die Küstenebene im Süden hat äquatoriales Klima. Hier gibt es dichten tropischen Regenwald. Um den Naturraum Kamerun zusammenfassend zu kennzeichnen, lässt sich sagen, dass Kamerun ein Afrika im Kleinen darstellt.

Die größten Städte
Yaoundé: 2.000.050 Douala: 3.500.120
Garoua: 287.586 Bamenda: 229.109
Maroua: 205.635 Bafoussam: 185.635

Bevölkerung
Ethnisch gliedert sich Kamerun in 286 verschiedene Volks- und Sprachgruppen.
Der südliche Regenwald ist Lebensraum einiger Tausend Pygmäen. Die europäische Minderheit besteht meist aus Franzosen. Am dichtesten besiedelt sind das Grasland der Bamileke, die Küstenprovinz um die Hafenstadt Douala und das Gebiet um die Hauptstadt Yaoundé. Demgegenüber sind die Mitte und der Südosten des Landes menschenarm.
Die Geburtsrate je 1000 Menschen beträgt 39,3 (Weltdurchschnitt 25,0), während die Todesrate je 1000 Menschen bei 11,9 liegt (Weltdurchschnitt 9,3).

Sprachen
Es werden ungefähr ebenso viele Sprachen gesprochen wie es Völker gibt. Als Amtssprachen werden Französisch (ca. 80 % der Bevölkerung) und Englisch (ca. 20 % der Bevölkerung) verwendet.

Religion
In Kamerun sind rund 40% der Bevölkerung Christen, über 22% Muslime und der Rest sind Animisten. Die meisten Muslime leben in den nördlichen Regionen des Landes. Ein überwiegender Teil der christlichen Bevölkerung pflegt nach wie vor auch lokale animistische Bräuche und Überzeugungen. Die etwa 30.000 Zeugen Jehovas im Land lehnen eine derartige Religionsvermischung jedoch kategorisch ab.

Geschichte
Bis 1884 stand das ganze Gebiet von Kamerun unter dem Einfluss selbständiger Häuptlinge, von denen die Duala die mächtigsten waren.

Der europäische Einfluss begann im Jahr 1472. Portugiesische Seeleute landeten an der Küste Kameruns, im Delta des Wouri-Flusses. Aufgrund der vielen Krabben, die sie in dem Fluss Wouri entdeckten, nannten sie ihn Rio de Camarões (Krabbenfluss), von dem sich der Name Kamerun ableitet. Mit den Portugiesen setzte um 1520 ein reger Handel insbesondere mit Sklaven, Elfenbein und Palmöl ein.
In den folgenden Jahren nach dem Erscheinen der Portugiesen wurden erste Zuckerrohr-plantagen angelegt. Außerdem gewann der Sklavenhandel immer mehr an Bedeutung.
Dieser endete erst am 10. Juni 1840. In diesem Zeitraum begann auch die Missionierung Kameruns sowie die Erforschung des Hinterlandes. Das geschah vor allem durch den deutschen Afrikaforscher Heinrich Barth, der 1851 im Auftrag der Königlichen Geographischen Gesellschaft London die Sahara durchreiste und den Norden Kameruns erforschte, und durch den deutschen Militärarzt Gustav Nachtigal, der als erster Europäer durch das Innere der Sahara reiste.

Kamerun als deutsche Kolonie
Der Einfluss der Deutschen auf Kamerun war 1868 durch die Errichtung von Handelsniederlassungen an der Mündung des Wouri durch das Hamburger Handelshaus Woermann stärker geworden. Auf Druck dieses Handelshauses kam es am 14. Juli 1884 zu dem Auftrag Bismarcks an Gustav Nachtigal, die deutsche Fahne in Kamerun zu hissen und auf diese Weise Kamerun zu deutschem Schutzgebiet zu erklären.
Die Grenzen des Schutzgebiets wurden ein Jahr später auf der Kongo-Konferenz (Kongo-Akte) in Berlin festgelegt. Die Befriedung des Schutzgebietes zog sich bis kurz vor dem Ersten Weltkrieg hin.
Eine bedeutende Vergrößerung des Schutzgebietes erfolgte 1911 im Marokko-Kongo-Abkommen auf Kosten der französischen Kolonien in Zentralafrika (Neukamerun).

Mandatszeit
Durch den Versailler Vertrag von 1919 ging Kamerun offiziell in den Besitz des Völker-bundes über, der wiederum ein Mandat zur Verwaltung an die Briten und Franzosen gab. Daraufhin wurde Kamerun aufgeteilt. Die Franzosen erhielten den größeren Teil (4/5) und errichteten eine vollkommen eigenständige Verwaltung. Sie betrieben in ihrem Teil des Landes einen starken Ausbau der Kakao- und Kaffeeanbauflächen. Wegen der starken Nachfrage entwickelte sich Kamerun zu einem wichtigen Exportland für diese beiden landwirtschaftlichen Produkte. Gleichzeitig wurde die Industrialisierung des Landes vorangetrieben (Beginn der Erdölförderung, der Aluminiumproduktion und der Aufbau von Brauereien). Es kehrte sogar ein gewisser Wohlstand ein. Die Briten dagegen hatten nur geringes Interesse an einer wirtschaftlichen Entwicklung des Landes in eigener Regie. Sie gaben ihrem Teil Kameruns eine eigene Verwaltung und weitaus mehr Rechte. Schließlich zogen sich die Briten sogar vollständig aus Kamerun zurück.


In den dem 2. Weltkrieg folgenden Jahren bis 1957 kam es häufig zu Unruhen und zum Kampf um die Unabhängigkeit der französischen Kolonie.


Das ehemalige französische Mandatsgebiet Ost-Kamerun gewann im Januar seine Unabhängigkeit, das britische West-Kamerun folgte im Oktober 1961. Seit 1972 ist Kamerun eine Präsidialrepublik mit einer neuen Verfassung, deren Text letztmals 1996 geändert wurde. Das Parlament mit 180 Mitgliedern wird für sieben Jahre gewählt. Staatsoberhaupt ist seit 1982 Paul Biya. Regierungschef ist seit 2004 Ephraim Inoni. Kamerun ist Mitglied des Commonwealth of Nations. Es ist das erste Land, das dem Bund beigetreten ist, ohne vorher eine Kolonie Großbritanniens gewesen zu sein.

Wirtschaft
Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) des Landes betrug im Jahre 2004 rund 12,7 Mrd. Euro (2002: 7,5 Mrd. Euro). Das durchschnittliche Jahreseinkommen pro Einwohner liegt bei etwa 780 Euro (2002: 500 Euro).
Das BIP des Landes setzt sich zusammen aus 42% Landwirtschaft, 20% Industrie und 38% Dienstleistungen. So sind auch rund 60% der Erwerbstätigen in der Landwirtschaft tätig. Jedoch ist diese Zahl leicht rückläufig in den letzten Jahren.

Arbeitslosigkeit
Die Arbeitslosigkeit lag im Jahre 1992 durchschnittlich bei 25% der Bevölkerung. Innerhalb von elf Jahren (1990-2001) verzeichnete man eine jährliche Inflationsrate von 4,9%.

Außenhandel
Das Land importiert Waren im Wert von 1,205 Billionen CFA-Francs. Importwaren sind vor allem mineralische und andere Rohstoffe, Halbfertigwaren, industrielle Verbrauchsgüter, Nahrungsmittel, Getränke, Tabak und Transportausrüstungen. Exportiert wird vor allem Erdöl, Holzprodukte, Kakao und Kaffee. Kamerun hat den höchsten Holzeinschlag aller Staaten Afrikas. Da die Korruption im Lande blüht, sind die entsprechenden Genehmigungen relativ einfach zu bekommen.

Staatsausgaben
Zwischen 1992 und 2000 lag der Anteil der Staatsausgaben für
das Gesundheitswesen bei 3%
das Bildungswesen bei 12%
das Militär bei 10%






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