Kenia

Neuanfang in Kenya

Ein neues Leitungsteam in Kenia

Grace und James Kimathi hatten schon lange darauf hingearbeitet, dass die Leitung der Arbeit in jüngere Hände gelegt wird. Die Ausbildung von „Timothys“ war ihnen seit langem wichtig. Im Dezember 2005 war es soweit. Die Übergabe fand statt.


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Kimathis haben die Arbeit umsichtig fast 22 Jahre geleitet und den Grundstein für diese
Übergabe an jüngere Geschwister gelegt. An das vorbereitete Team der „Timothys“ sollte die Arbeit übergeben werden. Fünf Ehepaare hatten Grace und James über mehr als 2 Jahre unter ihre „Fittiche genommen“ und für diese Aufgabe vorbereitet.

Ein Seminar und ein feierlicher Einsegnungsgottesdienst bildeten den Rahmen, in welchem diese Übergabe stattfinden sollte. Etwa 20 Paare waren zu dem Seminar gekommen.

Schwerpunktthemen wie „Wie gehe ich mit meinen Schwiegereltern und der Großfamilie um“, „Mit unserem Geld umgehen“, „Hilfe, unsere Kinder erziehen uns“, „Biblische Grundlage der Ehe“ und „Der Seelsorger, seine Gaben und Aufgaben“ waren wichtig und wurden von guten Gesprächen zwischen den Teilnehmerehepaaren begleitet. Es war eine intensive Zeit.

Die gemeinsame Zeit erlaubte es, sich kennen zu lernen und über die Zukunft der Arbeit in Kenia auszutauschen. Fünf Ehepaare werden die Arbeit von Familie Kimathi übernehmen und weiterführen. Dr. Catherine und Martin Muttisya sind die neuen verantwortlichen Leiter.

 

Das neue Leitungsteam in Kenia

 

Eine schöne Einsegnungsfeier bildete den Höhepunkt der Woche. Pastoren aus verschiedenen Gemeinden segneten das Leiterehepaar. Rückblick und Ausblick gaben den Ton des Abends an.

 


 

 

 

 

 

 

 

 

FLM-Freunde aus Kenia

 

Frau Dr. Catherine Muttisya ist Ärztin und ihr Mann Martin Rechtsanwalt. Beide sind wieder-geborene Christen und auch aktiv in ihrer eigenen Gemeinde engagiert.

Mit Josua 1 durfte ich dem Team Mut zusprechen. „Jeder Ort, auf den eure Fußsohle treten wird, habe ich (der Herr) ,

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

euch gegeben...! ... ich werde mit dir sein; ich werde dich nicht versäumen und dich nicht verlassen. Sei stark und mutig!“...
Eine Abendmahlsfeier und ein gemeinsames Abendessen beendeten den Abend.

 

Zeugnisse und Erfahrungen
Ich habe gelernt, dass der Dialog in der Ehe (und in der Familie) sehr wichtig ist.

Mein Mann kam am ersten Abend heim (ich konnte am 1. Tag nicht dabei sein) und zeigte mir das Material des Seminars, hauptsächlich

den Fragebogen, den er ausgefüllt hatte. Ich war sehr überrascht über einige seiner Antworten, und mir wurde bewusst, dass wir mehr miteinander reden müssen. Das Seminar war wie ein Warnzeichen für unsere Ehe.

Wir sind sehr dankbar. Es gibt vieles, was wir in die Praxis umsetzen können, um unser Ehe- und Familienleben zu verbessern.

Wir haben gelernt, dass Geld nicht alles ist im Leben. Man kann auch mit wenig Geld eine glückliche Ehe führen... Hauptsache wir vertrauen auf Gott.

Dieses junge Team braucht Ihre Gebete, ohne die keine Arbeit wachsen kann. Es braucht Ihre Spenden, damit neue Zellen in Kenia aufgebaut werden können.

 

 

 



 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Leiter der Gruppe:
Dr. Catherine Muttisya und Martin Muttisya
P. O. Box 4465-00100 GPO
Nairobi
Kenya,
Africa

 

 

 

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Kenya  - Land und Leute
Kenia ist ein Staat in Ostafrika. Er grenzt an den Sudan, Äthiopien, Somalia, Tansania, Uganda und den Indischen Ozean.

 


Geografie
Zentral-Kenia wird vom Rift Valley, einem Teil des Ostafrikanischen Grabenbruchs, durch-zogen. Die höchste Erhebung befindet sich mit 5.199 m im Mount-Kenya-Massiv, der tiefste Punkt liegt bei 0 m an der 480 km langen Küste des Indischen Ozeans; dort sind teilweise Korallenbänke vorgelagert. Die längsten Flüsse des Landes sind: Tana, Athi und Kerio.


Die größten Städte sind (Stand 1. Januar 2005):
Nairobi (750.561 Einwohner),
Mombasa (99.727 Einwohner)
Nakuru (59.934 Einwohner).

Bevölkerung
Kenia nimmt mit etwa 33 Millionen Einwohnern (2005) Rang 36 unter allen Ländern der Erde ein. Die durchschnittliche Lebenserwartung liegt bei etwa 47 Jahren.
Das Land wird von verschiedenen Bantuvölkern sowie einigen nilotischen und hamito-nilotischen Völkern bewohnt. Daneben gibt es noch kleinere ethnische Gruppen, die der ursprünglichen Einwohnergruppe der Kuschiten angehören.
An der Küste gibt es wegen der Kontakte über See arabische, indische bis hin zu chinesischen Gruppen und Einmischungen. Aus der jüngeren Geschichte (Kolonialzeit) sind natürlich auch Europäer vorwiegend englischer Herkunft zu finden.

Völker, Sprachen und Dialekte
Die wichtigsten Sprachen von insgesamt 52 Volksgruppen (die Linguisten führen ganz genau 61 Sprachvarianten inkl. indischer Dialekte auf): Gikuyu (die Sprache der größten Volksgruppe, um Nairobi (41%) ); Kikuyu, Luhya, Luo, Kalenjin, Kamba (dem Kikuyu verwandt, wird von 11% der Bevölkerung östlich des Mount Kenya gesprochen). Die Sprache der Maas(s)ai und verwandter Völker wie die Samburu oder Njemps ist das Maa.
Englisch ist die offizielle Amtssprache und weit verbreitet. Swahili oder Kisuaheli ist die zweite Amtssprache Kenias. Gleichzeitig ist Kisuaheli die lingua franca Ostafrikas. In Kenia ist es die vor allem auf dem Land am meisten gesprochene Sprache. Die bekanntesten Wörter aus dem Kisuaheli sind bei uns wohl ‚Jambo’ (Gruß), Safari (Reise), Simba (Löwe) oder Hakuna Matata (kein Problem). Sheng ist die Jugendsprache.

Religion
70 % der Bevölkerung sind Christen, davon 53 % Anhänger der über 200 verschiedenen afrikanischen Kirchen, ferner Protestanten. 24,86 % der Gesamtbevölkerung sind Katholiken. Mindestens 18 % werden Anhängern traditioneller afrikanischer Religionen zugerechnet. Daneben gibt es über 9 % Muslime der sunnitischen Richtung, vor allem an der Küste.

Geschichte und Politik
Die beiden ersten Präsidenten Kenias waren Jomo Kenyatta (1964-1978) und Daniel arap Moi (1978-2002).
Nachdem Moi im Dezember 2002 aus verfassungsrechtlichen Gründen nicht mehr antreten konnte, versuchte er Uhuru Kenyatta, den Sohn des ersten Präsidenten, zum Präsidentenamt zu verhelfen, was ihm aber nicht gelang. Stattdessen gewann am 27. Dezember 2002 Oppositionsführer Mwai Kibaki, Mois früherer Vizepräsident, die Präsidentschaftswahlen. Die von Kibaki angeführte Regenbogen-Koalition (NARC) erhielt bei den gleichzeitig durchgeführten Parlamentswahlen ebenfalls die absolute Mehrheit (122 von 210 Mandaten).
Inwieweit sich diese Regierung tatsächlich demokratisch entwickelt, bleibt abzuwarten. Insbesondere scheint es nicht zu gelingen, die Korruption unter Kontrolle zu bringen.

Die neue Verfassung
Die aktuelle Demokratisierungsbewegung macht sich am Streit um eine neue Verfassung fest, die sich für einen starken Präsidenten ausspricht. Im November 2005 hat die Bevölkerung nach einer das Land stark polarisierenden Kampagne in einer Volksabstimmung abgestimmt.

Diese Volksbefragung ergab mit 58 % eine eindeutige Ablehnung der neuen Verfassung durch die kenianische Bevölkerung. Die Wahlbeteiligung war mit ca. 40% schwächer als erwartet. Nach dieser „Niederlage“ entließ Präsident Kibaki seine gesamte Regierungs-mannschaft. Er löste allerdings das Parlament nicht auf, sondern beurlaubte es nur (bis zum 22. März 2006). Die Auflösung hätte Neuwahlen bedeutet, denen Kibaki sich nicht stellen wollte. Auch der deutsche Botschafter Bernd Braun empfahl Neuwahlen, da das verlorene Referendum anzeige, dass die Regierung das Vertrauen des Volkes verloren hätte. Neuwahlen stünden ja im Jahr 2007 ganz normal an.

Am 24. Februar 2006 ernennt Präsident Kibaki überraschend ein 15-köpfiges Expertenteam aus Juristen, Professoren und Verwaltungsexperten zu einem neuen Verfassungskomitee. In seiner Eröffnungsrede des neuen Parlaments am 22. März 2006 verweist Präsident Kibaki darauf, dass eine neue Verfassung durch das Parlament abgesegnet werden soll.

Die Politik ist stark mit der Auseinandersetzung um die Korruption beschäftigt. Wegen Korruptionsvorwürfen wurden 2005/06 zehn Minister entlassen oder traten wegen größerer Finanzskandale selbst zurück.

Hungersnot im Norden
Zur Zeit (Anfang 2006) leidet der Nordosten unter den Folgen einer Dürre mit dem damit einhergehenden Nahrungsmittelmangel, von dem auch in den angrenzenden Ländern bis zu
3 Millionen Menschen bedroht sind.
Ergänzend kommt noch die ausufernde Viehhaltung im betroffenen Landesteil hinzu, da sie traditionellerweise nur zum Beweis des Reichtums des Besitzers dient und nicht der Eigenversorgung oder dem Verkauf und man selbst in Hungerzeiten eher das Vieh sterben lässt, als es zu schlachten.

Bildung
2003 löste die Regierung Kibaki ihr Wahlversprechen ein und schaffte das Schulgeld für die "Primary Schools" ab. Damit ermöglichte sie zum ersten Mal den Zugang zur Bildung für Kinder aus ärmeren Familien. Jedoch blieben Investitionen im Bildungssektor aus, und das Schulsystem ist kaum im Stande, der steigenden Anzahl von Schülern gerecht zu werden.
Das Lehrer-Schüler-Verhältnis ist auf 1:100 gefallen, ein qualitativ guter Unterricht ist daher kaum möglich. Zudem nimmt die Zahl der Lehrer kontinuierlich ab. Und wer eine halbwegs akzeptable Schulbildung für seine Kinder wünscht, ist weiterhin gezwungen, sie gegen entsprechendes Schulgeld auf eine der vielen Privatschulen zu schicken.
Weiterführende Schulen (ab Klasse 8) sowie Universitäten sind kostenpflichtig und daher für große Teile der Bevölkerung unzugänglich.

Wirtschaft
Kenias Bruttosozialprodukt ist in den letzten Jahrzehnten im Vergleich zu anderen afrikanischen Staaten überdurchschnittlich gewachsen. Da auch das Bevölkerungswachstum überdurchschnittlich war, hat sich dies nicht in einer wesentlichen Verbesserung der Lebensverhältnisse der meisten Kenianer niedergeschlagen.

Landwirtschaft und Fischerei
Weit mehr als die Hälfte der Kenianer leben von der Landwirtschaft, doch sind nur etwa 20% der Fläche des Landes nutzbar. Der Rest ist wegen karger Böden oder zu geringen Niederschlägen meist Brach- oder Bergland. Angebaut werden neben Kaffee und Tee auch Sisal und Pyrethrum, das als Basis vieler Insektenbekämpfungsmittel dient.
Daneben erzeugen die Menschen hauptsächlich für den Eigenbedarf Mais, Weizen, Gerste, Zuckerrohr, Bohnen, Bananen, Reis, Ananas und Baumwolle.
In der Viehwirtschaft sind die Mast- und Milchrinder vorherrschend. Die größeren Betriebe im Hochland Kenias haben einen guten Entwicklungsstand erreicht. Umfangreiche Rinder-, Schafe-, Ziegen- und sogar Kamel-Herden müssen mit den kargen Mitteln des Landes ernährt werden.
Viel Waldgebiet steht unter Naturschutz. Demgemäß sind die Bambuswälder für die Papierindustrie und die Rinde der Akazien (als Gerbstoff genutzt) im Freiland von eher untergeordneter Bedeutung.

Bodenschätze
Kenia hat nur geringfügige Vorkommen an Bodenschätzen. Man gewinnt in nennenswerter Menge Sodaasche und Salz, daneben geringe Mengen an Gips, Blei, Gold, Silber, Kupfer, Asbest, Kalkstein, Graphit und Flussspat.

Außenhandel
Kenia lebt vom Kaffee- und Tee-Export, von der Industrie (Maschinen- und Fahrzeugbau, Textil und Bekleidung, Ernährung und Genussmittel) und vom Tourismus (Nationalparks und Wildreservate). Der Handel mit Elfenbein und der Abschuss von Elefanten ist verboten.
In den letzten Jahren konnte im gleichen Maße, wie der Kaffee an Bedeutung verlor, die Blumenindustrie an Bedeutung gewinnen. Kenia hat 2003 Israel als größten Blumenexporteur der Welt abgelöst. Viele Blumen, besonders Rosen, die wir hier in Deutschland/Europa kaufen können, haben den langen Flugweg vom Äquator hinter sich.
Aus der Viehwirtschaft kommen Butter, Fleisch, Häute und Felle in den Export.

Nationalparks
Kenia besitzt eine Vielzahl an Nationalparks, die ein wichtiges Standbein für den Tourismus darstellen. Der bekannteste und größte Nationalpark Kenias ist die Massai Mara, der nördliche Ausläufer der Serengeti. Hier findet man besonders in den Monaten Juli und August einen großen Tierreichtum, bedingt durch die atemberaubenden Herdenwanderungen, bei denen meist der gesamte Horizont mit abertausenden Gnus, Zebras, Antilopen, Büffeln und Impalas übersät ist. Kleinere bedeutende Nationalparks sind Tsavo Ost und West, Amboseli, Kimana und Meru. Ebenso sehenswert ist der Nationalpark in Nairobi, ein kleineres Reservat inmitten der Hauptstadt. Wohl nirgends sonst kann man Giraffen und Elefanten so dicht vor einer Großstadtskyline beobachten.


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