So fing es an...
Vor 5 Jahren durften wir ein Basisseminar in Khartum halten, um eine Arbeit unter der Leitung von Familie Inshirah und Nageeb Fareed zu beginnen. Damals waren wir im islamischen Zentrum untergebracht und hatten große Hoffnung auf eine gesegnete Arbeit in diesem großen Land. Jedoch schlugen weitere Versuche, ins Land einzureisen, fehl.
Ein fast 20 Jahre dauernder Bürgerkrieg im Süden und Westen des Sudans, der
11. September 2001, Krieg im Irak und Ängste des Terrors machten es unmöglich, das Land zu besuchen. Auch gab es lange keine Kontakte mit Inshirah und Nageeb, bis dann Anfang des Jahres 2005 ein Friedensabkommen geschlossen wurde.
Das Land schöpfte neue Hoffnung auf eine friedliche Zukunft. Dieses Abkommen wurde am 10. Januar 2005 in Nairobi (Kenia) in Anwesenheit des ehemaligen amerikanischen Außenministers Colin Powell unterzeichnet. Dies löste Freudentänze in der Hauptstadt Khartum aus. Damals schrieb Inshirah einen ausführlichen Brief über diese Ereignisse:
„Welch ein Jubel in den sudanesischen Städten und in Nairobi unter den zahlreichen
sudanesischen Flüchtlingen. Danke, dass Ihr mit uns für den Frieden gebetet habt. Betet weiter für unser Land. Vor der Katastrophe in Asien betrachtete man den Bürgerkrieg im Sudan als die schlimmste Weltkatastrophe. Es mussten zwei Mal mehr Menschen flüchten als wegen des Tsunamis, und es gab zehn Mal mehr Tote als in Asien. Doch vom Krieg in unserem Land wurde auf internationaler Ebene nur sehr selten berichtet.
Die Arbeit, die uns Sudanesen erwartet, ist groß. Es müssen neue Strukturen aufgebaut werden. Die vielen Flüchtlinge möchten in ihre Heimatorte zurückkehren. Die bevorstehende Aufgabe ist gewaltig.“
Im Sudan ist der Freitag Gebets- und Ruhetag statt des Sonntags, und so war ich gleich am nächsten Morgen eingeladen, in der Brüdergemeinde zu predigen. Gottesdienste sind immer lang – keine „15 Minuten Predigt“ wie bei uns – und keiner schaut auf die Uhr. Der Gottesdienst ist ein Fest... ein Fest in der Begegnung mit Gott und in der Freude darüber, zusammen mit Geschwistern Gott loben zu können. Das Wort Gottes steht im Mittelpunkt. Der Hunger nach dem Wort ist groß.
Die Woche war ausfüllt. Vormittags hatten mich drei verschiedene Theologische Ausbildungsstätten eingeladen, um über Themen der Ehe und der Seelsorge zu den Studenten und zukünftigen Pastoren zu sprechen. Themen wie: Der Seelsorger, seine Persönlichkeit, seine Eigenschaften, die Gefahren der Seelsorge und vieles andere waren auf dem Programm. Viele der Teilnehmer kamen aus den Gebieten, wo der Bürgerkrieg tobte und noch tobt – so war auch „Vergebung und Versöhnung“ ein gefragtes Thema. Es wurden Fragen gestellt wie: „Wie kann ich mich mit denen versöhnen, die mein Dorf zerstört oder sogar meine Familie ermordet haben?“ oder „Darf ich zur Waffe greifen, wenn mein Dorf, meine Familie angegriffen wird?“
Die folgenden Zeugnisse zeigen dies deutlich: Ein Student vom „Nile Theological College“ schrieb: Ich bin Student am “Nile Theological College” und litt sehr unter der Ermordung meiner Familie und Verwandten. Die, die dies getan haben, zwingen mich, hier in der
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Evangelische Kirche in Khartum
Hauptstadt zu leben. Ich danke Gott, dass er jemand schickte, um zum ersten Mal über Vergebung zu reden. Natürlich ist dies kein leichter Weg, aber ich denke, dass ich dies mit der Zeit lernen werde. Gott hat meinen Bruder gebraucht, um meine Augen zu öffnen, damit ich vergeben und von der Bitterkeit in meinem Herzen frei werden kann. Ich brauche Unterstützung im Gebet, um diese wichtige Frage meines Lebens zu lösen.
Die Abende waren ausgefüllt mit Vorträgen in der SIM Gemeinde. Leiter verschiedener Gemeinden und der Family Life Mission Gruppe waren aufmerksame Zuhörer.
FLM spielt beim Wiederaufbau eine wichtige Rolle. Versöhnung ist das Thema des Landes:
versöhnte Familien, versöhnte Gemeinden und ein versöhntes Volk. Für viele war das Thema ganz neu. Das spricht aus dem Zeugnis eines Teilnehmers, selbst Leiter einer Gemeinde:
Es war das erste Mal für uns, dass jemand so über Familienthemen sprach. Es sind Themen, die eigentlich ein wichtiger Teil unseres Dienstes sein sollten. Es war eine interessante Zeit, welche uns als Verantwortliche in unseren verschiedenen Gemeinden die Augen öffnete.
Alle Vorträge wurden aus dem Englischen ins Arabische übersetzt. Oft war ich zu schnell für den Übersetzer, oder es fand sich nicht immer sofort das richtige Wort.
Seelsorge in Einzelgesprächen oft bis spät in die Nacht hinein war ein wichtiger Teil des Ganzen. Erkennen, Verändern und Heilwerden sind drei Schritte für Menschen, die in Not sind oder bestimmte Situationen nicht alleine meistern. Eine junge Frau schreibt:
„Ich war verliebt in jemanden aus unserer Gemeinde. Mein Problem war, dass ich blind war vor Liebe. Ich verstand nicht, dass dieser Mann mit meinen Gefühlen spielte. Ich bat Volker um Rat. Volker half mir zu verstehen, was wahre Liebe ist. Natürlich war dies zu Beginn sehr schmerzhaft, aber jetzt bin ich frei, und ich danke Gott, der Volker geschickt hat, um mir zu helfen“.
Seit meinem Besuch Ende September hat die kleine Gruppe wieder Mut gefasst und geht wieder mit viel Elan an die Arbeit heran. Inshirah Farid und ihr Mann Nageeb hatten Vorträge für mich in drei verschiedenen Theologischen Ausbildungsstätten organisiert. Dabei wurden Kontakte geknüpft und Interesse für FLM geweckt.
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Girafee Bible College
Seither geht die Arbeit mit neuem Elan weiter. Anfang Mai schrieben uns unsere Geschwister folgendes:
„Wir hatten ein ganztägiges FLM-Treffen vor einigen Wochen. Es war ein sehr schöner Tag, an dem wir einige Pläne machten:
- Wir wollen uns anhand des FLM-Materials, das wir besitzen, weiter ausbilden.
- Im Juni möchten wir dann das Gelernte in Form von Vorträgen den Gemeinden anbieten.
- In einer kleinen Zeitschrift, bei der ein FLM-Mitglied mitverantwortlich ist, werden wir Artikel über Ehe und Familie veröffentlichen, damit FLM bekannt wird.
- Und, das Wichtigste, wir haben beschlossen, uns regelmäßig zu treffen (einen ganzen Tag) und eventuell Pastoren großer Gemeinden dazu einzuladen.
Es wird nicht einfach sein, diese Projekte zu verwirklichen, weil wir im Lande zerstreut leben und alle sehr beschäftigt sind. Wir brauchen Eure Unterstützung im Gebet. Wir haben Grund zum Dank, weil ein neues Ehepaar sich FLM angeschlossen hat.
Mit den Straßenkindern haben wir immer noch Kontakte. Fast jeden Freitagmorgen treffen wir sie an ihrem Treffpunkt auf dem Friedhof, auf dem die meisten „leben“. Es sind etwa 70 Kinder, die aufmerksam zuhören, wenn wir ihnen von Jesus erzählen. Viele haben sich bekehrt und helfen uns bei der Arbeit. Die meisten dieser Kinder sind Flüchtlinge aus der Gegend von Darfur.“
In einer E-Mail baten Inshirah und Farid Nageeb, für sie und ihre Freunde zu beten. Sie sind in Gefahr, weil sie den politischen Flüchtlingen helfen, die von der Regierung gesucht werden.
Unsere Geschwister sind neu motiviert, die Arbeit weiter zu tragen, auch in die entfernten Regionen dieses großen Landes. Die Ehepaare und Familien brauchen unsere Hilfe.
Betet mit uns, dass der Frieden Wurzeln schlägt im Süden und im ganzen Land!
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Leiter der Gruppe:
Mr and Mrs Nageeb and Inshirah Fareed
P.O. Box 220
Khartoum,
Sudan,
Africa
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Die Republik Sudan
ist ein Staat in Nordost-Afrika, der am Roten Meer liegt und an Ägypten, Libyen, den Tschad, die Zentralafrikanische Republik, die Demokratische Republik Kongo, Uganda, Kenia, Äthiopien und Eritrea grenzt. Der Sudan ist das flächengrößte Land Afrikas. Khartum die Hauptstadt.
Geografie
Ein Teil des Staates Sudan ist Teil der Großlandschaft Sudan.
Durch den Sudan verlaufen die Nordäquatorialschwelle und die
Zentralafrikanische Schwelle.
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Weitere geografische Objekte, an denen der Sudan Anteil hat, sind die Nubische Wüste, die Sahelzone und der Nil. Der höchste Berg ist der Kinyeti (3.187 m).
Wichtige Städte
Die Städte mit über einer Million Einwohner (Stand 1. Januar 2005) sind Omdurman (2.809.445 Einwohner), Khartum (1.974.647 Einwohner) und Bahri (1.530.443 Einwohner), die sich in enger Nachbarschaft am Zusammenfluss des Weißen Nils mit dem Blauen Nil befinden. Alle anderen Städte bleiben unter der Grenze von 500.000 Einwohnern. Unverzichtbar für den Außenhandel ist die Stadt Bur Sudan, die über den einzigen Meerhafen des Landes verfügt.
Bevölkerung
Der Sudan hat eine Bevölkerung von 40.187.486 (Stand: Juli 2005, geschätzt) und diese wächst mit 2,6 Prozent pro Jahr (Stand: 2005). Das Durchschnittsalter der Bevölkerung beträgt 18 Jahre (Stand: 2005).
52 % der Bevölkerung sind Schwarzafrikaner, 39 % sind arabischer Abstammung, 6 % gehören zum Volk der Beja, 2 % sind Ausländer (meist Flüchtlinge der diversen Kriege in Afrika) und 1 % anderer Zugehörigkeit.
Das Bruttonationaleinkommen (BSP) pro Kopf beträgt 383 Euro (Stand 2003).
Sprachen
Einige der wichtigsten Sprachen sind Arabisch (Sudanesisch-Arabisch; wird vor allem im Norden gesprochen), Nuer-Dinka (im Süden), Nubisch (am mittleren Nil von 9 % der Bevölkerung), Bedscha (im Nordosten von 6 % der Bevölkerung).
Religionen
Der Islam ist in Sudan Staatsreligion. 70 % der Bevölkerung sind sunnitische Muslime, 25 % Animisten und 5 % Christen. Die Nichtmuslime leben hauptsächlich im Süden des Landes, der seit 1956 für die Unabhängigkeit kämpft. Seit 2005 ist ein Friedensprozess eingeleitet worden, um den Krieg zu beenden.
Geschichte
Die Geschichte des Sudan reicht bis in die Pharaonenzeit zurück. Nach der Christianisierung im 6. Jahrhundert wird der Sudan - mit Ausnahme des Südens - zwischen dem 14. und 16. Jahrhundert islamisiert. 1821 fällt das Land unter türkisch-ägyptische Herrschaft und wird nach einer kurzen Periode der Unabhängigkeit, infolge des Mahdi-Aufstands und Mahdi-Reichs in den Jahren 1881 bis 1898, anglo-ägyptisches Kondominium. Faktisch bleibt es bis 1953 britische Kolonie. Nach einer Phase der vorbereitenden Machtübergabe wird der Sudan 1956 unabhängig. Bis 1972 herrscht ein Bürgerkrieg, ausgelöst durch die Vormachtstellung des arabisch-muslimischen Nordens über den afrikanischen, christlich-animistischen Süden und als weit reichende Folge der Nord-Süd-Trennung während der Kolonialzeit. Die deutlich werdende ökonomische Benachteiligung des nun eigentlich autonomen Süd-Sudan und die Einführung der Scharia im gesamten Sudan führt ein Jahrzehnt nach Friedensbeschluss zum erneuten Kriegsausbruch. Von 1983 bis 2005 befindet sich das Land praktisch ununterbrochen im Bürgerkrieg. 2005 wird ein Friedensabkommen zwischen der Regierung in Khartum und der SPLA, der südsudanesischen Rebellengruppe, unterzeichnet. Es sieht ein Referendum über die Unabhängigkeit des Süd-Sudan für 2011 vor.
Politik
Der Sudan ist seit dem 1. Januar 1956 eine unabhängige Republik mit einer demokratischen Verfassung, de facto aber von 1958–1964 und seit 1989 eine Militärdiktatur mit Präsidialcharakter. Der ehemalige Staatsideologe Hasan al-Turabi war Vorsitzender des sudanesischen Zweiges der Muslimbruderschaft.
Außenpolitik
Nachdem Osama Bin Laden 1992 in Saudi-Arabien zur persona non grata erklärt worden
war (1994 wurde ihm die saudische Staatsbürgerschaft entzogen), reiste er in den Sudan. Dort plante er den weiteren internationalen Aufbau und die Vernetzung der terroristischen Vereinigung al-Qaida. Er fand Anhänger in Somalia, Algerien, Marokko, Pakistan und anderen Staaten. Außerdem baute er Kontakte nach Europa und in die USA auf. Im Sudan heiratete er die Nichte Hassan al-Turabis. 1996 wurde er jedoch des Landes verwiesen und reiste nach Afghanistan weiter.
Innere Konflikte
Süd-Sudan
Seit etwa 1955 herrscht im Süd-Sudan Bürgerkrieg um dessen Unabhängig-keit/Selbstbestimmung. Dieser Konflikt beherrscht die Innenpolitik, da dadurch wertvolle Ressourcen (Erdöl) gebunden werden, die der weiteren Entwicklung des Landes fehlen. Im Juni 2002 wurden Friedensverhandlungen aufgenommen, welche auch tatsächlich Teilerfolge erzielen konnten. So einigte man sich unter anderem darauf, dem Süden für eine Dauer von 6 Jahren ein Selbstbestimmungsrecht einzuräumen und anschließend ein Referendum durchzuführen. Eine der Ursachen für den Krieg ist der Erdölreichtum verschiedener Südprovinzen. Die chinesischen Bemühungen Erdöl aus Afrika zu erhalten, fokussieren sich auf den Sudan.
Die Sklaverei im Sudan, gegen die die Zentralregierung in Khartum nur bedingt vorging, war eine weitere Motivation für die Unabhängigkeitsbestrebungen des Südens. Dabei kann der Menschenhandel im Sudan bis in pharaonische Zeiten zurückverfolgt werden.
Darfur
Darfur wurde 2003 zum Schauplatz einer blutigen Rebellion gegen die arabisch-dominierte sudanesische Regierung mit zwei (schwarzafrikanischen) Rebellengruppen, die die Regierung beschuldigen, Afrikaner zugunsten der Araber zu unterdrücken. Im Gegenzug begann die Regierung einen Feldzug mit Luftbombardements und Bodenangriffen, durchgeführt von einer arabischen Miliz, den Dschandschawid. Die sudanesische Regierung wies jedoch eine Mitschuld an den Verbrechen muslimischer Milizen in Darfur zurück.
Am 8. April 2004 wurde, aufgrund des internationalen Drucks, ein Waffenstill-standsabkommen geschlossen, für dessen Einhaltung die Friedensmission African Union Mission in Sudan (AMIS) mit logistischer Unterstützung der NATO sorgen soll. Trotz dieser Anstrengungen kommt die Region aber bis Ende 2005 nicht zur Ruhe. Wegen des Konfliktes um Darfur und den damit einhergehenden Rebellenaktivitäten im Grenzgebiet stellte der Tschad am 23. Dezember 2005 den Kriegszustand mit dem Sudan fest. Der Tschad erklärte aber, dass dies keine Kriegserklärung sei.
Rechtsprechung
Dschafar Muhammad an-Numairi, ein Oberst, der 1969 durch einen Staatsstreich an die Macht kam, führte 1983 die Scharia (islamisches Recht) ein, um die seit einem Jahr auf Grund von wirtschaftlichen Schwierigkeiten aufgetretenen sozialen Unruhen zu beenden. Er wurde zwar 1985 von einem Offizierskorps, das seinerseits ein Militärregime errichtete, gestürzt, doch die Scharia blieb, und so gilt auch Homosexualität noch immer als Todsünde und wird entsprechend mit dem Tode bestraft.
Wasserverkehr
Der wichtigste Seehafen befindet sich in Port Sudan, über den das Erdöl aus dem Landesinneren mittels einer Pipeline exportiert werden kann.
Der Sudan verfügt über etwa 4.068 Kilometer Wasserstraßen, wovon 1.723 Kilometer (Blauer Nil und Weißer Nil) ganzjährig befahrbar sind. Wichtige Flusshäfen sind Dschuba, Khartum, Kusti, Malakal, Nimule und Wadi Halfa.
Pipelines
Das Pipeline-Netz umfasst für Erdöl 2.365 Kilometer, für Erdölprodukte 810 Kilometer und für Gas 156 Kilometer.
Wirtschaft
Der Süden des Landes verfügt über reichhaltige Bodenschätze, wie zum Beispiel Erdöl, Gold, Diamanten und Uran. Allein die Erdölvorkommen werden nach US-amerikanischen Schätzungen aus den 1990er Jahren auf rund 3 Milliarden Barrel beziffert. Bisher sind die meisten dieser Bodenschätze noch nicht erschlossen – teilweise sind sogar die Konzessionen noch nicht vergeben.
Beziehung mit China
Die Volksrepublik China ist der wichtigste ausländische Investor im Sudan. Mittlerweile deckt das afrikanische Land schätzungsweise 6 bis 8 % der gesamten Ölimporte Pekings; 60% des sudanesischen Erdöls geht nach China. Trotz ständiger Menschenrechtsverletzungen verhindert China mit seinem Vetorecht im UNO-Sicherheitsrat internationale Sanktionen gegen den Sudan, der 60 % der Ölerlöse in (chinesisches) Kriegsgerät investiert.
Beziehung mit Deutschland
Die Wirtschaftsbeziehungen zwischen Deutschland und dem Sudan bewegen sich im untergeordneten Bereich, haben aber weiter an Intensität gewonnen. Das Handelsvolumen entspricht mit 150 Mio. Euro nicht dem eigentlichen Potential beider Länder. Großprojekte wie die Erweiterung des sudanesischen Telekommunikationssektors sowie im Kraftwerksbau und im Luftfahrtbereich haben das Interesse deutscher Unternehmen geweckt. Im März 2004 wurde in Khartum ein deutscher Wirtschaftskreis gegründet, der als Ansprechpartner fungieren und den Austausch beider Seiten fördern soll.
Family Life Mission