Eine erstaunliche Arbeit...
Nach wie vor ist es erstaunlich, was unsere Geschwister dort leisten. Die Arbeit findet überall offene Türen. Auch in evangelischen Gemeinden, die der Arbeit sehr misstrauisch gegen-überstanden, tun sich Türen auf.
Im Zentrum der Stadt haben unsere Freunde ein Büro eröffnet, das es der Bevölkerung und Ratsuchenden ermöglicht, leicht Kontakt mit den Verantwortlichen aufzunehmen.
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Weil die Anfrage so groß ist, haben sie ganztags geöffnet und wechseln sich ab, damit das Büro immer besetzt ist.
Georgette Moazza, die Leiterin, und die Gruppe organisieren Seminare und Fortbildungen für die Mitglieder. In Balimba (Stadt in der weiteren Umgebung von Sarh) sind neue Mitglieder gewonnen worden. Vor jedem Seminar trifft man sich, um die Begegnung im Gebet vorzubereiten. Einige FLM-Mitglieder haben eine Fortbildung als AIDS-Berater begonnen, um ihren Landsleuten zu helfen.
Ende 2005 haben sie eine FLM-Zelle in N’Djamena, der Hauptstadt, gegründet, weil die Distanz zwischen Sarh und N’Djamena zu groß (500 km) ist, um regelmäßig hin und her zu reisen.
Die Lage im Tschad ist durch Wahlen und eine Rebellion, die sehr blutig niedergeschlagen wurde
(300 tote Rebellen), gekennzeichnet. Besonders durch die Situation an der Grenze zum Sudan (Darfur) mit Hunderttausenden von Flüchtlingen hat sich die Arbeit erschwert. Aber auch im Süden (Grenze zur Zentralafrikanischen Republik) ist die Situation gespannt. Von Sarh zur Grenze sind es nur etwa 60 km.
Im September 2006 ist ein weiteres Fortbildungsseminar vorgesehen. Gebet ist nötig.
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Leiter der Gruppe:
Mr + Mme Basile et Georgette Moazza
B. P. 115
Sarh
Tchad,
Afrique
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Flagge des Tschad
Die Republik Tschad
liegt in Zentralafrika. Sie grenzt an Libyen im Norden, den Sudan im Osten, im Süden an die Zentralafrikanische Republik und im Westen an Kamerun, Niger und Nigeria.
Geografie
Das Tschadbecken (inkl. des Tschadsees) nimmt einen Großteil der Landesfläche ein. Über das Tschadbecken erheben sich im Osten das Hochland von Ennedi (1450 m) und Ouadaï, im Norden das Tibestigebirge mit 3415 m im Emi Koussi. Hauptflüsse sind Schari und Logone.
Der Tschad erstreckt sich von der trockenen Wüste Sahara im Norden (Tibesti, 3415 m) über die Klima- und Vegetationszonen (Dornstrauch- und Trockensavannen, an den Flüssen auch Überschwemmungssavannen und Galeriewälder) des Sahels bis zum Bereich der Trockenwälder im äußersten Süden.
Der Tschad schließt den östlichen Teil des Tschadbeckens mit dem größten Teil des Tschadsees ein.
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Im Süden des Landes herrscht ein nahezu tropisches, wechselfeuchtes Klima. Im Norden herrscht Wüstenklima mit großen täglichen Temperaturunterschieden und extrem seltenen Niederschlägen.
Bevölkerung
Die Bevölkerung des Tschads setzt sich aus fast 200 verschiedenen Ethnien zusammen, von denen die meisten eigene Sprachen oder Dialekte sprechen. Im Großen lässt sich das Land in einen vorwiegend arabisch-islamischen Bereich im Norden und einen schwarzafrikanisch-animistischen, teils auch christlichen, im Süden einteilen. Während die arabische Bevölkerung meist halbnomadische Viehzucht betreibt, betreiben die Bewohner des Südens überwiegend Ackerbau. Etwa 9 % der Gesamtbevölkerung sind Araber.
Sprachen
Gesprochen werden mehr als 100 Sprachen und Dialekte. Zum Teil spricht die Bevölkerung mehr als eine Sprache. Die wichtigsten Sprachen sind Arabisch (Sudanarabisch), das von mindestens 26 % der Gesamtbevölkerung als Muttersprache gesprochen wird, und die Amtssprache Französisch, die nur von einer gebildeten Minderheit gesprochen wird.
Religion
Über 55 % der Gesamtbevölkerung sind Muslime, hauptsächlich die der sunnitischen Richtung. 10 % der Bevölkerung hängen traditionellen afrikanischen Naturreligionen und etwa 35 % verschiedenen christlichen Kirchen, Gemeinschaften und Sekten an.
Geschichte
Eine partielle Besiedlung fand bereits im 6. Jahrhundert v. Chr. statt. Später entstehen größere islamische Reiche am Tschadsee.
1900 errichtet Frankreich das Militärterritorium der Länder und Protektorate des Tschads. 1908 geht dieses im Verwaltungsgebiet Französisch-Äquatorialafrika mit der Kolonie Tschad auf. Zwischen den Weltkriegen erhält die Kolonie Tschad dann ihre heutigen Grenzen.
1934 wird die Grenzziehung im Norden zur italienischen Kolonie Libyen von Italien nicht ratifiziert. Dies ist die Grundlage des späteren Konflikts um den Aouzou-Streifen.
1958 erhält der Tschad seine erste Verfassung. Die Territoriale Versammlung billigt den autonomen Status des Landes als Mitglied der Communauté Française.
Am 11. August 1960 erhält das Land seine Unabhängigkeit. François Tombalbaye (aus dem Süden) wird erster Präsident. Allerdings dominiert der Nord-Süd-Gegensatz die Innenpolitik (Nordisten: islamisch-arabisch-berberische Stämme; Südisten: schwarzafrikanisch-christlich-animistische Stämme).
1966 wird die muslimische FROLINAT gegen die christlich-südistische Dominanz gegründet, es kommt zum Beginn eines Bürgerkrieges. 1969 greift Frankreich auf Seiten Tombalbayes ein. Libyen, Algerien und der Sudan dagegen unterstützen die FROLINAT. 1973 besetzt Libyen den Aouzou-Streifen.
1975 stürzt General Félix Malloum Tombalbaye und wird Präsident; Premierminister wird Hissène Habré.
1982 wird N’Djamena durch Habré erobert, es beginnt die so genannte Zweite Republik (1982 bis 1990), während der es zu den schwersten Menschenrechtsverletzungen kommt. 1983 wird der Tschad de facto am 16. Breitengrad zweigeteilt. Libysches Militär ist im Norden präsent, insbesondere im Aouzou-Streifen.
1986 bis 1987 gehen die tschadischen Regierungstruppen in die Offensive. Es beginnt die französische Militäroperation Epervier. Die libyschen Truppen werden, bis auf den Aouzou-Streifen, aus allen Stützpunkten verdrängt. 1989 wird der Vertrag von Algier über die friedliche Regelung des Aouzou-Grenzkonflikts unterzeichnet.
1990 beginnt eine Verhandlung über den Aouzou-Konflikt vor dem Internationalen Gerichtshof (IGH) in Den Haag. Habré wird durch die bewaffnete Opposition des Mouvement Patriotique du Salut von Idriss Déby gestürzt und Déby nimmt N’Djamena ein, Habré flieht.
1996 kommt es zu einem Verfassungsreferendum, woraufhin die neue Verfassung in Kraft tritt. Am 3. Juli 1996 finden Stichwahlen zwischen Déby und Wadal Abdelkader Kamougué statt. Die Feststellung des offiziellen Endergebnisses durch die Cour d’Appel am 14. Juli 1996 bescheinigt Déby 69 %, Kamougué 31 % der Stimmen.
Ende 1998 beginnen bewaffnete Auseinandersetzungen zwischen Regierungstruppen und Rebellen um Youssouf Togoimi (Tibesti-Konflikt).
Im Oktober 2000 wurde der Bau eines Pipelineprojekts zur Erschließung der Erdölfelder in Doba begonnen. Diese ist in Betrieb und das Öl fließt über eine Pipeline durch Kamerun.
Präsident Déby stellt sich, trotz einer schwelenden Rebellion im Mai 2006, wieder zur Wahl.
Politik
Der Tschad wurde am 11. August 1960 als unabhängige Republik aus französischer Kolonialherrschaft entlassen.
Nach der Verfassung vom 14. April 1996 ist der Tschad eine präsidiale Republik mit Mehrparteiensystem. Staatsoberhaupt und Oberbefehlshaber der Armee ist der mit weit reichenden exekutiven Vollmachten ausgestattete Präsident, der auf fünf Jahre direkt gewählt wird.
Die Legislative liegt beim Zweikammerparlament, das aus Nationalversammlung und Senat besteht.
Die Exekutive wird vom Ministerrat unter der Leitung des vom Präsidenten ernannten Ministerpräsidenten ausgeübt.
Am 23. Dezember 2005 stellt der Tschad aufgrund der Konflikte in der ostsudanesischen Provinz Darfur den Kriegszustand mit dem Sudan fest. Dem war ein Angriff tschadischer Rebellen auf die Grenzstadt Adré mit mehr als 100 Toten vorausgegangen. Der Tschad wirft dem Sudan vor, die Rebellen unterstützt zu haben, legt jedoch Wert darauf, nicht den Krieg erklärt zu haben.
Staatliche Einrichtungen wie Verwaltung, Bildungs- und Gesundheitswesen sind kaum entwickelt. Die Säuglingssterblichkeit liegt bei 11,7 %, Kindersterblichkeit bei 20 %. Auf jeweils etwa 50.000 Menschen kommt ein Arzt. Insbesondere die medizinische Unterversorgung ist ein Grund dafür, dass vor allem Malaria, aber auch Meningitis-, Cholera- und Masern-Epidemien jährlich tausende Todesopfer fordern. Hilfe leisten hier zu Beginn der 2000er Jahre insbesondere „Ärzte ohne Grenzen“.
Vor zusätzliche und für das Land nicht ohne internationale Hilfe zu bewältigende Probleme stellen für den Tschad die seit 2003 aus der Region Darfur des östlichen Nachbarlandes Sudan kommenden Flüchtlinge. Ihre Zahl betrug zu Beginn des Jahres 2004 bereits etwa 130.000.
Wirtschaft
Aufgrund des Bürgerkriegs und wegen längerer Dürreperioden gehört der Tschad zu den ärmsten Ländern der Welt. Auf dem Human Development Index der UNO liegt er unter insgesamt 177 Staaten an 167. Stelle (Liste des Jahres 2004). 80 % der Bevölkerung leben unterhalb der Armutsgrenze.
Landwirtschaft
Rund 90 % der Bevölkerung leben von der Landwirtschaft, also dem Ackerbau und der Viehzucht. Allerdings ist der Tschad auch auf internationale Unterstützung (z. B. in Form von Lebensmitteln) angewiesen.
Rohstoffe
Das Land galt lange als arm an Bodenschätzen, abgebaut wurden vor allem Stein- und Natronsalz. Im Jahr 2003 konnte mit der Förderung von Erdöl aus einem erst Ende der 1990er Jahre entdeckten Ölfeld bei Doba begonnen werden. Die Einnahmen aus der Förderung des Erdöls sollen, gemäß einer Vereinbarung der Regierung mit der Weltbank, zu 80 % für Projekte im Bereich des Sozialen und der Infrastruktur verwendet werden und somit der gesamten Bevölkerung zugute kommen. Dafür wurden im Juli 2004 zum ersten Mal 31 Millionen Euro an die Weltbank überwiesen, die diese Gelder wiederum für konkrete Projekte im Land ausschüttet. 10 % der Einnahmen sollen in einen Fonds für zukünftige Generationen eingezahlt werden. Insgesamt werden bis 2023 (20 Jahre) Einnahmen von rund 1,6 Milliarden Euro prognostiziert. Ende Dezember 2005 beschloss das tschadische Parlament die Auflösung des Fonds für zukünftige Generationen, um offene Beamtengehälter zu bezahlen. Außerdem wurde durch eine Gesetzesänderung ermöglicht, dass auch die Bereiche Sicherheit und Justiz Geld aus den Öleinnahmen erhalten können.
Korruption
Der Tschad leidet unter einem massiven Korruptionsproblem. Nach der Korruptionsstudie 2005 der Organisation Transparency International (TI) liegt der Tschad auf dem letzten Platz von 159 untersuchten Staaten, gemeinsam mit Bangladesh.
Außenhandel
Haupthandelspartner sind Frankreich, Kamerun und Nigeria. Wichtigste Exportgüter sind Baumwolle (mit einem Exportanteil von 40 %) und erst seit 2003 auch Erdöl. Importgüter sind unter anderem Brennstoffe, Fahrzeuge, Zucker, Getreide und Textilien.
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